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Cuba im Film – 26° Festival de Cine Cubano

Das Dritte Welt Haus Frankfurt und das Filmforum Höchst, Emmerich-Josef-Str. 46a , 65929 FrankfurtDas 26. laden ein zum Festival Cuba im Film vom 28. bis 31. Oktober 2021

Reservierung unter

filmforum.vhs@stadt-frankfurt.de oder 069-21245714

Programm

Donnerstag 28.10.

17:30 Eröffnung

18:00 Lista de espera / Kubanisch reisen107 Min., OF Gast: Vladimir Cruz

20:30 Dolly BackR: Juan Carlos TabíoCuba 1986, 11. Min., OmeU+Fresa y chocolate / Erdbeer und Schokolade R:Tomás Gutiérrez Alea, Juan Carlos Tabío Cuba/Mexiko/Spanien/Deutschland 1993, 111 Min., OmU Gast: Vladimir Cruz

Freitag 29.10.

18:00 Se permuta / WohnungstauschR: Juan Carlos Tabío, Cuba 1983, 103 Min., OF

20:30 Miriam MakebaR: Juan Carlos Tabío, Cuba 1973, 30 Min., OF +Plaf – Demasiado miedo a la vida / Plaff oder Zuviel Angst vor dem LebenR: Juan Carlos Tabío; Cuba, 1988, 92 Min., OF

Samstag 30.10.

18:00 SONDERVERANSTALTUNG Diskussion & Film
Zur aktuellen kulturellen und gesellschaftlichen Lage in Cuba spricht Eduardo del Llano. Im Gepäck sind zwei seiner Filme:

Monte RougeR: Eduardo del LlanoCuba 2004, 15 Min., OmU+La campaña / Die KampagneR: Eduardo del LlanoCuba 2021, 30 Min., OmeU Gast: Eduardo del Llano

20:30 Fresa y chocolate / Erdbeer und Schokolade R:Tomás Gutiérrez Alea, Juan Carlos Tabío Cuba/Mexiko/Spanien/Deutschland 1993, 111 Min., OmU Gast: Vladimir Cruz

Sonntag 31.10.

18:00Plaf – Demasiado miedo a la vida / Plaff oder Zuviel Angst vor dem LebenR: Juan Carlos Tabío; Cuba, 1988, 92 Min. 35mm, DF

20:30Lista de espera / Kubanisch reisen107 Min., DF

Unser Festival „Cuba im Film“ wird seit dem Jahr 1996 vom DRITTE WELT HAUS FRANKFURT und dem kommunalen Kino der Volkshochschule Frankfurt FILMFORUM HÖCHST durchgeführt und ist seither als Ort der interkulturellen Begegnung in Frankfurt wie auch Rhein-Main Gebiet eingeführt. Ausgerechnet unser letztjähriges 25. Festival CUBA IM FILM 2020 – es war als großes Jubiläumsfestival geplant – wurde von der Corona-Pandemie erwischt und musste daher in etwas kleinerem Format vom Mai in den Oktober verschoben werden. Trotz des veränderten Settings wurde es vom Publikum gut angenommen. Die diesjährige zweite „Herbst“-Ausgabe ist nun auf vier Tage verkürzt, weil in Cuba wie in vielen Ländern im Corona-Jahr 2020 kaum neue Filme produziert wurden.

Zwar konnte Cubas Bevölkerung das erste Corona-Jahr in gesundheitlicher Hinsicht mit relativ geringen Opfern überstehen, die wirtschaftlichen Folgen waren jedoch von Anfang an verheerend. Die notwendige Bündelung der Ressourcen im gesundheitlichen und pharmazeutischen Bereich sowie das völlige Einbrechen des Tourismus führten das Land an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit und verschlechterten die Lebensbedingungen der Menschen in Cuba immens. Hinzu kam die massive Verschärfung der Wirtschaftsblockade durch die USA.  Die Behinderung von Aus- und Einfuhren erschwerte im laufenden Jahr die Bekämpfung der aufgrund der Verbreitung der Delta-Variante schlagartig gestiegenen Infektionen. So war und ist die Einfuhr von Spritzen sowie Basismaterialien für die Produktion von eigenen Impfstoffen blockadebedingt nicht oder nur eingeschränkt möglich. In der Folge ist Cuba insbesondere bei Spritzen auf Spenden befreundeter Staaten und NGO’s angewiesen. Die harten Blockademaßnahmen aus der Trump-Ära wurden unter der Regierung Biden bis heute beibehalten, ebenso die Finanzierung medialer Offensiven gegen Cuba.  Die Engpässe bei der Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Strom, aber auch Unzufriedenheit mit den bürokratischen Strukturen führten im Juli zum plötzlichen Aufflackern von Unruhen in der Bevölkerung.

Der am 18. Januar 2021 im Alter von 77 Jahren verstorbene Regisseur Juan Carlos Tabío hatte die gesellschaftlichen Entwicklungen und Umbrüche des Landes immer kritisch begleitet. Grund genug, den bedeutenden Filmemacher in den Mittelpunkt unseres diesjährigen Festivals zu stellen.

Tabío gilt als einer der wichtigsten Vertreter der mittleren Generation der kubanischen Filmschaffenden. In Deutschland wurde er vor allem bekannt als Co-Regisseur von FRESA Y CHOCOLATE – ERDBEER UND SCHOKOLADE (1993), neben Tomás Gutiérrez Alea. Der Film war seinerzeit eine Sensation in Cuba, war Anwärter für den Auslands-Oskar, wurde auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet und hielt sich über ein halbes Jahr in den Frankfurter Kinos. Der im Zentrum der Retrospektive stehende Film wird mit der Anwesenheit des zweiten Hauptdarstellers Vladimir Cruz in Frankfurt gebührend gewürdigt.

J.C. Tabío war von Anfang an auf unseren Festivals mit seinem Werk präsent. Insbesondere seine früheren Filme wie z.B. PLAFF zeichnen sich durch ihren originellen Schnitt aus. Darüber hinaus machte er sich als Drehbuchautor einen Namen. Seine bissigen Satiren und Komödien fanden nicht nur in Cuba, sondern auch in Europa ein begeistertes Publikum. Zugleich beeinflusste er eine ganze Generation von jungen Filmemacher*innen in Kuba.

Als weiteren Gast erwarten wir den in Frankfurt bereits gut eingeführten Eduardo del Llano. Die neue kubanische Filmförderung Fondo de Fomento para el Cine Cubano – (FFCC), die erstmals in der Filmgeschichte des Landes unabhängige Produktionen fördert, hat seinen neuen Film LA CAMPAÑA kofinanziert, den der Filmemacher persönlich vorstellen wird.

Del Llanos Werk ist durch die satirische Betrachtung der kubanischen Realität bekannt geworden, und er wird im Rahmen einer Sonderveranstaltung kompetent über die aktuellen Entwicklungen der kubanischen Kultur und Gesellschaft berichten und sicher für Diskussionsstoff sorgen.

Wir laden Sie auch dieses Jahr ins Filmforum Höchst zu einer cineastischen Kurzreise nach Cuba ein und freuen uns auf Sie und auf den Austausch nach gemeinsamem Filmgenuss.

Weitere Infos sind auf www.cubafilm.de und der Seite des Filmforums Höchst zu finden.


Nazdar Ecevit bekommt Bleiberecht

Dem Asylantrag der kurdischen Aktivistin Nazdar Ecevit ist im Folgeverfahren stattgegeben worden. „Ein Erfolg auf ganzer Linie, der zeigt, dass es sich immer, auch in der aussichtslosesten Lage lohnt zu kämpfen!“, kommentieren Unterstützerinnen.

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Dem Asylantrag von Nazdar Ecevit ist im Folgeverfahren stattgegeben worden, der alte Ablehnungsbescheid wurde aufgehoben. Das teilt Rechtsanwalt Berthold Fresenius mit, der Bescheid vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist am Donnerstag gekommen. „Ein Erfolg auf ganzer Linie, der zeigt, dass es sich immer, auch in der aussichtslosesten Lage lohnt zu kämpfen!“, kommentieren Unterstützerinnen der kurdischen Aktivistin.

Nazdar Ecevit stammt aus der Stadt Cizîr (tr. Cizre), die 2015/2016 während der vom Staat verhängten Ausgangssperre von türkischen „Sicherheitskräften“ angegriffen und zerstört worden ist. Sie kam 2016 nach Deutschland und stellte einen Asylantrag. Obwohl sie massiver politischer Verfolgung durch den türkischen Staat ausgesetzt ist, wurde ihr Asylantrag abgelehnt. Im April war die Polizei in ihre Unterkunft bei Kassel eingedrungen, um sie ins Abschiebegefängnis am Frankfurter Flughafen zu bringen. Aufgrund des öffentlichen Drucks und ihres Widerstands wurde die unmittelbar bevorstehende Abschiebung abgebrochen. Eine Woche später wurde Nazdar Ecevit wegen einer anhängigen Petition aus der Abschiebungshaft entlassen.

Nazdar Ecevit befand sich in der Türkei bereits über fünf Jahre in Haft, gegen sie laufen zudem noch drei Verfahren und es drohen ihr viele weitere Jahre Haft in den Gefängnissen des Erdogan-Regimes. „Die Inhaftierung und drohende Abschiebung einer traumatisierten politischen Aktivistin in die Türkei kann nur als Ungeheuerlichkeit verstanden werden“, sagt Rechtsanwalt Berthold Fresenius. Der Jurist hatte das Mandat im Frühjahr dieses Jahres übernommen. Durch eine umfassende Klagebegründung, dem Einsatz von Organisationen wie Rote Hilfe, Pro Asyl und IPPNW sowie Abgeordneten des Hessischen Landtags und des Bundestagsund gelang es, das Verfahren wieder in Gang zu setzen. Das BAMF griff den Fall wieder auf und führte eine neue Anhörung durch. Im Verfahren wurden drei Sachverständigen-Gutachten erstellt und zahlreiche Dokumente wie Gerichtsurteile aus der Türkei in Übersetzung vorgelegt. Gestern ging dann der positive Bescheid ein: Nazdar Ecevit ist als Asylberechtigte anerkannt worden. „Es bleibt zu hoffen, dass Frau Ecevit jetzt die Ruhe und Sicherheit finden kann, die sie für die Neuorganisation ihres Lebens benötigt“, sagt Fresenius.

Aus www.anfdeutsch.com  vom 24.9.2021

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Mahnwache für politische Gefangene in den USA

vor dem US–Generalkonsulat, Gießener Str. 30, 60435 Frankfurt am Main, Mittwoch, den 17. November, 18 bis 19 Uhr

Wir fordern die sofortige Freilassung  der politischen Langzeitgefangenen in den USA, Leonard Peltier und Mumia Abu-Jamal Auflösung des US-Gefangenenlagers und der US-Militärbasis Guantánamo und die Rückgabe des illegal besetzten Gebietes! Vollständige Aufhebung der US-amerikanischen Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade gegen Kuba!

Veranstaltet von den Solidaritätsgruppen Freiheit für Mumia Abu-Jamal und Leonard Peltier und der FG BRD-Kuba/Frankfurt

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