Aktuelles:

Stoppt die Angriffe auf Rojava!

  • Wann 26.11.2022 ab 13:30 Uhr
  • Wo Hauptbahnhof Frankfurt

Serhildan Qamislo, ein Sprecher des Kurdischen Regionalrats Frankfurt, welcher Teil der KAWA-Föderation ist, erklärt:

„Seit einer Woche wird Rojava ununterbrochen bombardiert. Mit Kampfjets, Killerdrohnen und schwerer Artillerie werden vor allem Dörfer und Infrastruktur, Schulen, Krankenhäuser, Elektrizitätswerke, Weizendepots und Ölfelder beschossen. Über 40 Menschen sind schon getötet worden, darunter viele Zivilist:innen und ein Journalist.

Erdogan rechtfertigt seinen Krieg mit einem angeblichen Kampf gegen Terror, da er behauptet, die YPG stecke hinter dem grausamen Anschlag von Istanbul am 13. November. Es gibt jedoch keinerlei Beweise für diese Behauptung, viele Indizien widersprechen der Darstellung und die YPG hat jegliche Verbindung zur Attentäterin abgestritten.

Erdogan missbraucht den Anschlag und seine Opfer als Rechtfertigung für seine völkerrechtswidrigen Kriegs- und Besatzungspläne in Syrien und dem Irak.

Am Dienstag hat er sogar einen Stützpunkt der Antiterrorkräfte YAT, die zur Bekämpung des IS aufgestellt wurden, bombardiert und zwei Kämpfer getötet. Nun droht Erdogan mit Bodentruppen.

Was die Türkei macht ist kein Kampf gegen den Terror, sondern Kampf FÜR den Terror!

Wir Kurd:innen haben den IS bekämpft und wurden von der ganzen Welt dafür gefeiert, doch heute schauen alle weg, wenn mit der Türkei ein mächtiger NATO-Staat die ganze Region in Schutt und Asche legt. Ohne die Erlaubnis der USA und Russlands, die Syriens Luftraum kontrollieren, könnten diese Angriffe gar nicht stattfinden. Besonders betroffen ist aktuell die Stadt Kobanê, deren Widerstand 2014/15 einen entscheidenden Wendepunkt im Kampf gegen den IS darstellte.“

Zu der Frage, was das Ziel der Veranstaltung sei, meint Qamislo: „Verschiedene deutsche Politiker:innen haben in den letzten Tagen die Angriffe als völkerrechtswidrig bezeichnet und die Türkei aufgerufen, sie zu stoppen, so u.a. Jürgen Trittin von den GRÜNEN und Janine Wissler von der LINKEN. Aber das reicht noch nicht. Es braucht eine Intervention der Bundesregierung, die mit der Türkei enge Verbindungen pflegt. Um mehr Öffentlichkeit und Druck zu schaffen werden wir am Samstag mit möglichst vielen Menschen – Kurd:innen und allen uns wohl gesonnenen Menschen – auf die Straße gehen und in Frankfurt zeigen, dass Rojava nicht alleine ist und wir die völkerrechtswidrigen Angriffe nicht einfach hinnehmen werden.“

84. Jahrestag der Pogrome des deutschen Faschismus

Wann 10.11.2022 ab 17:00 Uhr

Wo Platz vor der Festhalle, Friedrich-Ebert-Anlage

Wir gedenken an dem Platz vor der Festhalle, Friedrich-Ebert-Anlage, neben dem Messeturm, der Verbrechen, die der deutsche Faschismus verübt hat. Hier gibt es nun einen würdigen Mahn- und Gedenkplatz im öffentlichen Bereich der Frankfurter Messe mit einer Kopie der Gedenkplatte, die an der Außenfassade der Festhalle angebracht ist.

Es sprechen:
●  Oberbürgermeister Peter Feldmann
●  Norbert Birkwald, Sprecher der VVN-BdA
●  Elisabeth Leuschner, Initiative 9. November e.V.

Musikalische Begleitung:
●  Maria & Nico, Akkordeon und Saxophon
●  Ute Christmann mit Chor
●  Ein Bass-Sänger trägt die Arie „In diesen heiligen Hallen“ vor.

Am 9. November 1938, vor nunmehr 84 Jahren, brannten in Deutschland 1.400 Synagogen, Gebetsräume und weitere jüdische Versammlungsstätten. Mehrere tausend Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört oder geschändet. Mehr als 400 Juden wurden ermordet oder in den Suizid getrieben. In den folgenden Tagen wurden 30.000 Juden in Konzentrationslager verschleppt. Hunderte verloren dort in kurzer Zeit ihr Leben.

Dieses Novemberpogrom war der von den deutschen Faschisten verordnete und lückenlos geplante Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung zur systematischen Verfolgung und Vernichtung der Juden. Es handelte sich nicht, wie von den Nazis verbreitet, um einen Volksaufstand, sondern um Staatsterror, der zur Shoa und zur Ermordung von sechs Millionen Juden führte.

In Frankfurt ließen Nazischergen und SS am Abend des 9. November 1938 die Synagogen schänden, demolieren oder niederbrennen. Es traf nicht nur die Synagoge im Westend und am Börneplatz, auch die in der Friedberger Anlage, in Höchst und weiteren Stadtteilen wurden Opfer des braunen Terrors.

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Kinoreihe fern : welt : nah Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen

Liebe Freund*innen und Mitglieder vom Dritte Welt Haus Frankfurt!
gemeinsam mit dem Entwicklungspolitischen Netzwerk und dem Haus am Dom laden wir ein zu einem präsentischen Filmabend mit Diskussion ins Haus am Dom: Domplatz 3 • 60311 Frankfurt • Tel.: 069/800 8718-400

​Power to the Children

Mo. 21. November 2022 | 18:30 Uhr (Achtung: frühere Anfangszeit als üblich!!!) | Frankfurt/M. (Haus am Dom)


Film & Gespräch

Mit Vertreter:innen des Jugendparlaments Offenbach (angefr.). Host: Deutsch-Indische Zusammenarbeit e.V. & Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. Regionalgruppe Rhein-Main. Veranstalter der Reihe: EPN Hessen im Rahmen des hessischen Eine Welt-Promotor:innen-Programms sowie Akademie Rabanus Maurus im Haus am Dom

Film: „Power to the Children“
(Dokufilm (2017) von Anna Kersting | 87 Min., dt.)

Die 14-jährige Innenministerin Sri Priya kümmert sich um die Umweltprobleme ihres indischen Dorfes und erinnert dazu den (erwachsenen) Bürgermeister immer wieder an seine Pflichten. Der 15-jährige Kulturminister Shaktivel nimmt sich dem Thema häusliche Gewalt an, unter der viele Kinder in seinem Dorf leiden und entwickelt dazu ein Theaterstück für Erwachsene.

Die beiden stehen beispielhaft für jene Kinder und Jugendliche in Südindien, die nicht länger bereit sind, soziale Missstände oder Umweltverschmutzung einfach hinzunehmen: Sie gründen Kinderparlamente, in denen sie über Kinderarbeit, Bildung, Alkoholismus und Umweltthemen diskutieren und gemeinsam für ihre Rechte kämpfen. Der Film erzählt aus der Perspektive der Kinder im südindischen Tamil Nadu, über ihre Herausforderungen und Aktionen.

Auch in deutschen Städten gibt es Kinder- und Jugendparlamente. Im Anschluss an den Film wollen wir Vetreter:innen des Jugendparlaments Offenbach die Gelegenheit geben, über ihre Arbeit und Erfahrungen zu sprechen.

Im Rahmen des Hausrechts bittet das Haus am Dom darum, einen geeigneten Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
Kontakt und Auskunft über EPN Hessen e.V.: Tel. 069-913 951 70 | eMail: info@epn-hessen.de | web: www.epn-hessen.de
Vorschau: Chocolate de Paz, Doc. 2016; 6. Dezember, 19Uhr
Weitere Infos zu den Film-Veranstaltung unter:
www.fern-welt-nah.de
Die Veranstaltung ist auch auf Facebook.

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Mahnwache für politische Gefangene in den USA vor dem US–Generalkonsulat, Gießener Str. 30, 60435 Frankfurt am Main, Samstag, den 17. Dezember 2022, 18 bis 19 Uhr.

Wir fordern die sofortige Freilassung  der politischen Langzeitgefangenen in den USA, Leonard Peltier und Mumia Abu-Jamal Auflösung des US-Gefangenenlagers und der US-Militärbasis Guantánamo und die Rückgabe des illegal besetzten Gebietes! Vollständige Aufhebung der US-amerikanischen Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade gegen Kuba!

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Free-L.Peltier.jpg

Veranstaltet von den Solidaritätsgruppen Freiheit für Mumia Abu-Jamal und Leonard Peltier und der FG BRD-Kuba/Frankfurt



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