MUMIA GRUPPE

Die Mumia Gruppe des Dritte Welt Hauses setzt sich für ein faires Verfahren und für die Freilassung von Mumia Abu-Jamal ein. Die Gruppe des DWH wendet sich weltweit gegen die Todesstrafe und kämpft für die Verbesserung der Haftbedingungen von (politischen) Gefangenen vor dem Hintergrund des alltäglichen und institutionellen Rassismus. Sie sieht sich damit als Teil der weltweiten Solidaritätsbewegung.

 

Im März diesen Jahres hat die Mumia Gruppe eine Ausstellung über Haft- und Organisationsbedingungen in den Gefängnissen der USA erstellt und die journalistische bzw. schriftstellerische Arbeit Mumia Abu-Jamals als Beispiel für seinen Überlebenswillen im Todestrakt dokumentiert. Diese Materialien sollen auf weiteren Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen in Ffm und auch an anderen Orten präsentiert werden.

 

Die Stadtverordnetenversammlung von Frankfurt am Main am 28. Januar 2010 hat mit überragender Mehrheit die Resolution „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ angenommen. Mit ihrer Resolution forderten die Abgeordneten ein neues faires Gerichtsverfahren für Mumia Abu-Jamal und die weltweite Abschaffung der Todesstrafe. Als weitere Aktivitäten der Mumia-Gruppen sind Infostände sowie Diskussions- und Informationsveranstaltungen geplant.

Aktuelles:


Mumia Abu-Jamals Gesundheitszustand verschlechtert sich dramatisch.

Gestern, an seinem Geburtstag (24.April) besuchte ihn seine Frau und musste feststellen, dass sich sein Zustand verschlechtert hat. Er ist schwer krank.

Noelle Hanrahan von Prison Radio wendet sich an alle Freundinnen und Freunde Mumia Abu-Jamals, die etwas unternehmen wollen:

Wir bitten alle, im Gefängnis anzurufen. Jetzt! Es könnte zu spät sein, aber ruf an, wenn du diesen Aufruf liest.

Mumia braucht Versorgung und Beobachtung rund um die Uhr. In seinem Zustand kann er nicht im allgemeinen Vollzug mit den anderen Gefangenen bleiben. Es kann sein, dass er nicht in der Lage ist, um Hilfe zu rufen, er kann das Bewusstsein verlieren. Er ist zu schwach. (Mumia wurde vor zwei Tagen aus der Krankenabteilung entlassen).

Sein Zustand: er ist am Nacken, an der Brust, an den Beinen stark geschwollen, seine Haut sieht schlimmer aus als je zuvor, mit offenen Wunden. Er war nicht im Rollstuhl, kann aber nur Kinderschritte machen. Er ist sehr schwach. Während des Besuchs nickte er mehrfach ein. Er konnte nicht essen und wurde mit einem Löffel gefüttert. Diese Symptome können mit hohen Glukosewerten, einem Zuckerschock, Diabates-Koma in Zusammenhang gebracht werden.

Wir bitten darum, bei diesen Telefonnummern anzurufen, und bei allen anderen Nummern von Gefängnis und Gouverneur, die ihr finden könnt.

  • Fordert, dass Mumia Abu-Jamal einen Vertrauens-Arzt sehen darf. Sofort!
  • Fordert, dass die Gefängnisbeamten sofort seine Frau Wadiya Jamal und seinen Anwalt Bret Grote anrufen.
  • Fordert, dass er sofort untersucht wird und nicht erneut in ein Diabetes-Koma fällt.

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  • John Kerestes, Superintendent SCI Mahanoy: 570-773-2158 x8102 | 570-783-2008 Fax | 301 Morea Road, Frackville PA 17932
  • Tom Wolf, PA Gvrnr: 717-787-2500 | governor@PA.gov | 508 Main Capitol Building, Harrisburg PA 17120
  • John Wetzel, PA DOC: 717-728-4109 | 717-728-4178 Fax | ra-contactdoc@poc.gov | 1920 Technology Pkwy, Mechanicsburg PA 17050
  • Susan McNaughton, DOC Press secretary 717-728-4025.  PA Doc smcnaughton@pa.gov

Wir brauchen deine Hilfe sofort. Bitte verbreite diese Botschaft.

Jeder Anruf hat seine Wirkung. Jede Aktion ist gut. Wir müssen in den Straßen sein. Ruf deine Freund/innen an, deine Nachbar/innen. Werde aktiv.

www.freemumia.com
www.prisonradio.org
www.bringmumiahome.com

Noelle Hanrahan – Prison Radio,


14. Januar 2014

Die Verhältnisse in den USA
aus Sicht der (politischen) Gefangenen

Info- und Dikussionsveranstaltung im Club Voltaire (Frankfurt/M.). Gast: Jamal Hart, Sohn von Mumia Abu-Jamal.

In den USA ist in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung im Gefängnisbau festzustellen. Damit wird Armut versteckt und gleichzeitig kriminalisiert. Menschen werden aufgrund von Äußerlichkeiten stigmatisiert, kriminalisiert und danach weggesperrt, Aktivisten werden diskreditiert und sich ihrer entledigt.

In der Veranstaltung wurde über die Masseninhaftierung und die Gefängnisindustrie in den USA, über die aktuelle Lage der ‘Cuban Five’, Leonard Peltiers und der Mumia Abu-Jamals berichtet.

Gastredner Jamal Hart, Sohn des inhaftierten Journalisten Mumia Abu-Jamal berichtete über seine eigene Zeit im Gefängnis und über seinen Vater und sprach über seine besondere Situation als Mumias Sohn und Aktivist.