Freitagsfilm: OKTOBER von Sergej Eisenstein

Veranstaltungsdatum: 
02.09.2009 - 20:30
Veranstaltungsort: 
Große Seestrasse 14, 60487 Frankfurt

Am Freitag, den 02.10.2009
Filmbeginn 20.30 h,
ab 19.30 h Essen + Trinken und
Gelegenheit zur Information

Wir zeigen den alten sowjetischen Spielfilm

Oktober

UdSSR 1927, 99 Min.; Regie: Sergej Eisenstein; Darst.: Vladimir L. Popov, Vasili Nikandrov, Layaschenko, Boris Livanov, Vladimir Popov, Eduard Tisse, Wassili Nikandrow, u.a.
Der Film „Oktober" entstand anlässlich des 10. Jahrestages der Oktober-Revolution im Auftrag des Präsidiums des Zentral-Exekutiv-kommittees der UDSSR. In Deutschland wurde er unter dem Titel "Zehn Tage, die die Welt erschütterten" bekannt; er zeichnet die revolutionären Ereignisse des Jahres 1917 in Russland nach, vom Sturz der Zarenherrschaft bis zum Sturm auf das Winterpalais. Der Film begeistert vor allem durch die authentische Wirkung der aufwendig nachgestellten historischen Szenen sowie durch die suggestive Ausdruckskraft seiner Bildmontagen. Bei der Gestaltung der Massenszenen standen für den Regisseur Sergej M. Eisenstein die Echtheit und dokumentarische Treue im Vordergrund. Er orientierte sich an zeitgenössischen Bild-Dokumenten, an Wochenschau-Aufnahmen, an Überlieferungen von Augenzeugen und den Erinnerungen von Teilnehmern an der Revolution. Eisensteins dramatische Bilder gehören heute wie damals zu den Schlüsselbildern einer Epoche, die vollständig im Zeichen eines vom Revolutionsgedanken getriebenen und nach Freiheit strebenden Volkes stand. Eisensteins dramatische Bilder vom Sturm auf das Winterpalais sind, ähnlich wie die legendären Szenen auf der Hafentreppe in Odessa ("Panzerkreuzer Potemkin"), tief ins kollektive Gedächtnis eingegangen. Es sind die Schlüsselbilder einer Epoche.
Sergej Eisenstein wurde 1898 in Riga (Lettland) geboren und wuchs in großbürgerlichen Verhältnissen auf. 1918 meldete er sich freiwillig zur Roten Armee und wirkte bei einem Agitpropzug als Karikaturenzeichner. Als Bühnenbildner und Kostümzeichner setzte er seine künstlerische Laufbahn fort und sammelte dort auch Filmerfahrungen, die er in der Bühnenarbeit einsetzte. Den internationalen Durchbruch als Regisseur hatte er mit dem Revolutionsfilm Panzerkreuzer Potemkin, der heute genauso zu den Klassikern der Filmgeschichte gezählt wird wie seine Filme Oktober und Iwan der Schreckliche. Seine späteren Filme wurden teilweise Opfer der Zensur.
Am 11. Februar 1948 erlag Sergej Eisenstein einem Herzinfarkt.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Dritte Welt Haus Frankfurt e.V., Große Seestr. 14, 60486 Ffm.,
Konto-Nr. 19991604, Postbank Ffm., BLZ 50010060
Internet: http://www.drittewelthaus.de E-Mail: vorstand@drittewelthaus.de

Veranstalter_in & Kontakt: 
vorstand@drittewelthaus.de