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Freitagskino: Der Große Ausverkauf
Veranstaltungsdatum:
05.12.2008 - 20:30
Veranstaltungsort:
DWH Wir zeigen den sehr aktuellen Dokumentarfilm von Florian Opitz Der Große Ausverkauf, Deutschland 2006, 94 Min., Englisch mit deutschen Untertiteln. Am Freitag, den 05.12.2008 Der Film erläutert das Thema Privatisierungen. In vier Beispielen werden verschie-dene Sichten von Betroffenen dieser Privatisierungen gezeigt, die von den oft inhumanen und fehlgeleiteten Versuchen, das Wirtschaftswachstum zu steigern, unmittelbar betroffen sind. Dies sind Menschen, die sich auf ihre ganz persönliche Art und Weise dagegen zur Wehr setzen: Ein südafrikanischer Aktivist, ein britischer Lokführer, eine philippinische Mutter und die Bürger einer bolivianischen Stadt kämpfen bereits gegen das, was uns praktisch alle erwartet: Der große Ausverkauf. Bongani Lubisi kämpft im Südafrikanischen Township Soweto dafür, dass auch arme Familien Anschluss an das Stromnetz erhalten. Durch die Privatisierung des Stroms in Südafrika stieg der Strompreis um ein vielfaches an und ist nun für viele Menschen unbezahlbar. Lubisi versucht mit Hilfe von Freunden für die Armen den Strom illegal wieder anzuzapfen. Vier Monate nach den Dreharbeiten stirbt er aus ungeklärter Ursache. Simon Weller ist Lokführer in England. Er berichtet über die Privati-sierung der britischen Bahn in den letzten zwei Jahrzehnten, durch die sie nun aus unzähligen kleinen Unternehmen besteht. Allerdings wurde damals nur unzureichend geregelt, wer für den Erhalt des Streckennetzes, Investitionen in die Sicherheit oder auch nur den Abgleich von Fahrplänen untereinander verantwortlich sein sollte, so dass es zu zahlreichen tragischen Zugunglücken kam. Minda Lorando wohnt zusammen mit ihrem 19-jährigen Sohn in den Slums von Manila. Dort wurde das Gesundheitssystem schritt-weise privatisiert. Behandlungen sind für Arme nun nicht mehr kostenlos. Da Mindas Sohn ein Nierenleiden hat, muss sie jeden Tag losziehen, um genug Geld für eine Dialyse auftreiben zu können. Rosa de Turpo, 60-jährige Mutter von fünf Kindern, erlebte den Wasserkrieg in der bolivianischen Großstadt Cochabamba mit. Im Jahr 2000 verdreifachte die privatisierte Gesellschaft Aguas de Tunari innerhalb kürzester Zeit die Wasserpreise. So waren sie für viele Menschen unbezahlbar. Die Bürger wehrten sich schließlich gegen die Privatisierungen und zwangen die Regierung zur Rücknahme.
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So, 05/02/2012 - 05:50 |