Veranstaltungsdatum:
01.02.2008 - 20:30
Veranstaltungsort:
Welt Haus Frankfurt e.V., Falkstraße 74, 60487 Frankfurt/M
"Arlit - deuxieme Paris" ("Arlit - ein zweites Paris")
Benin, Frankreich 2005. Buch + Regie: Idrissou Mora-Kpai; O.m.d.U.; 78 Min.
Unser Gast Dieter Kaufmann vom AK gegen Atomanlagen des DWH gibt Informationen und beantwortet Fragen. Mit diesem Dokumentarfilm setzen wir unsere Reihe von Filmen aus Afrika fort.

Der alte Mann Issa, den der Regisseur Idrissou Mora-Kpai in Arlit, Niger, vor vielen Jahren kennen gelernt hatte, macht sich auf seine letzte Reise nach Arlit, um dort seinen Sohn und seine Freunde von früher zu besuchen. Der Regisseur begleitet ihn und liefert dabei ein Portrait dieser Stadt in der Wüste nahe der Grenze zu Algerien und damit an der kulturellen Nahtstelle zwischen Sahara und Schwarz-afrika. In den siebziger Jahren war Arlit wegen seines Uranvor-kommens, das von der französische Firma Cogema gefördert wurde, ein Eldorado und die Drehscheibe der Region. Seit den Aufständen der Tuareg Anfang der achtziger Jahre und dem Rückzug des Konzerns aus der Region ist Arlit eine Geisterstadt geworden. Zwar wird auch heute noch Uran abgebaut. Aber die Geschäfte gehen schlecht, viele der Arbeiter sind von der Radioaktivität des Uranerzes krank geworden und so ist Arlit heute eine Anlaufstelle für illegale Immigranten auf dem Weg nach Algerien geworden. Arlits Aufstieg und drohender Verfall spiegeln nicht nur die Probleme einer Region, sondern auch die falschen Versprechungen eines raschen Anschlusses an die europäische Entwicklung. Der Film beschäftigt sich auch mit der überraschenden Vielzahl von unterschiedlichen Ethnien – einem Ergebnis der ständigen Migration –, die die Stadt zu einem unvergleichlichen, phantastischen Ort macht.
Idrissou Mora-Kpai wurde 1967 in Benin, Westafrika, geboren und lebte dort bis zu seinem Abitur. Er studierte und arbeitete in Algerien, Italien und Deutschland. 1994 begann er an der Hochschule für Film- und Fernsehen ‘Konrad Wolf’ in Babelsberg Regie zu studieren. Heute lebt und arbeitet er in Paris und Köln.
Am Freitag, den 01.02.2008
Filmbeginn 20.30 h,
ab 19.30 h Essen + Trinken und Gelegenheit
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Vorschau
Wir zeigen, diesmal erst am Samstag, den 08.03.08, dem Internationalen Frauentag, den Spielfilm von Ousmane Sembène
Moolaadé, Bann der Hoffnung
Vier Mädchen, die sich weigern sich beschneiden zu lassen, suchen Schutz bei einer willensstarken jungen Frau, die ihre eigene Tochter vor der Beschneidung bewahrt hat
Als Referentin angefragt ist eine Vertreterin der Organisation „Deutsch-Afrikan. Mädchenprojekt gegen Genitalverstümmelung.
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Dritte Welt Haus Frankfurt e.V., Falkstraße 74, 60487 Frankfurt/M;
Tel. 069-79201772; Fax: 069-78960399; Büro: Mi 15 – 18 Uhr; Konto-Nr. 19991604, Postbank Ffm., BLZ 50010060;
Internet: http://www.drittewelthaus-frankfurt.de
E-Mail: buero (at) drittewelthaus-frankfurt.de
Veranstalter_in & Kontakt:
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