Freitagskino: Spiel der Götter - als Buddha den Fußball entdeckte

Veranstaltungsdatum: 
13.01.2012 - 20:30
Veranstaltungsort: 
Stadtteilbüro Bockenheim, Leipziger Str. 91, 60487 Frankfurt

Am Freitag, den 13.01.2012
Filmbeginn 20.30 h, ab 19.30 h
Essen + Trinken und Gelegenheit zur Information,

Im Stadtteilbüro Bockenheim, Leipzigerstraße 91, 60487 Ffm

Spiel der Götter - als Buddha den Fußball entdeckte "Phörpa" BHU/AUS, 1999 94 min. Regie: Khyentse Norbu.

1998: Die ganze Welt schaut nach Frankreich, wo gerade die Fußball-Weltmeisterschaft statt-findet. Die ganze Welt ? Nein, ein kleines tibetisches Buddhisten-Kloster im indischen Exil scheint das weniger zu interessieren. Hier geht das religiöse Leben seinen gewohnten Gang.. Aber auch nur fast: Denn da gibt es ja den jungen Mönch Orgyen (Jamyang Lodro), der ein fanatischer Fußballfan ist und unter seinem roten Mönchsgewand gerne das knallgelbe Trikot der brasilianischen National-
mannschaft trägt.
Als zwei "Novizen" in das Kloster gelangen gelingt es Orgyen, auch die beiden für das Spiel um das runde Leder zu begeistern - was dazu führt, dass die Jugend des nachts aus dem Kloster ausbüchst, um in einer benachbarten Kneipe das nächste

WM-Spiel der Franzosen zu verfolgen. Allerdings entdeckt der Abt (Lama Chonjor), der von Fußball nun wirklich keine Ahnung hat und dem man nicht nur die Abseitsregel erklären muss, den Ausbruch und er ist darüber ganz und gar ungehalten.
Nun hat Orgyen ein Problem: Das Finale der WM steht bevor - ausgerechnet gegen Brasilien - und er sollte es nicht riskieren, das Kloster noch einmal zu verlassen. Also muss ein Fernseher her, vor dem das ganze Kloster dann dem Spiel beiwohnen kann. Es gibt im Dorf auch tatsächlich jemanden, der Satellitenschüsseln verkauft. Orgyen veranstaltet im Kloster flugs eine Sammlung und den Rest "besorgt" er sich von dem alten Lama (Godu Lama), der sich unter der Hand immer recht gut für seine Weißsagungen entlohnen lässt ...
Es mag ja manchmal schon witzig sein, Frauen die Fußballregeln erklären zu müssen (es lebe das Vorurteil!) - allerdings buddhistischen Mönchen, die von dem Spiel gar keine Ahnung haben, das Regularium näher zu bringen, ist teilweise noch unterhaltsam. Und so ist es auch durchaus vergnüglich dem kleinen Orgyen beim Kampf um "seine" WM zuzuschauen - allerdings trägt diese Idee natürlich nicht volle 90 Minuten ,so dass die absoluten Highlights dieser augenzwinkernden Komödie dann doch abgehen. Interessant ist dass Regisseur Khyentse Norbu eigentlich selbst gläubiger Buddhist und Lama ist, aber mit diesem Film auch seiner Leidenschaft für das runde Leder einmal ausgiebig frönen wollte...
„Ein farbenprächtiger Film, der auf spielerische Weise eine durchaus diesseitige Facette des in sich gekehrten Buddhismus zeigt und wie nebenbei von den spirituellen Herausforderungen der jungen Mönche handelt.“(LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS)
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Veranstalter_in & Kontakt: 
Freitagsfilm im DWH, DWHVorstand@aol.com